Loslassen im Lebensumbruch

der Moment, in dem innere Freiheit beginnt

Es war Frühsommer, als ich diesen Waldweg am Stadtrand entlangging.
Die Baumkronen warfen ein sanftes Spiel aus Licht und Schatten auf den Boden.
Über mir dieser weiß-blaue Himmel, der sich immer ein wenig nach Aufbruch anfühlt.

Meine Schritte wurden ruhiger. Fast wie eine Gehmeditation –
etwas, das ich in der Burnout-Therapie gelernt hatte.
Ich spürte den Boden unter mir: Du bist getragen. Du darfst atmen.

In einer Hand mein Handy, um das Licht festzuhalten.
In der anderen ein kleiner Stein vom Wegesrand.

Die letzten Wochen hatten mir gezeigt, dass ich einen anderen Weg brauchte.

Dann öffnete sich der Wald zu einer Kreuzung.
Vier schmale Pfade. Kein Schild. Keine Richtung.

Ich blieb stehen.

Und plötzlich war da dieser Satz:

„Jetzt bin ich frei. Und ich habe die Wahl.“

Nicht, weil alles leicht war.
Nicht, weil ich wusste, wie es weitergeht.
Sondern weil die Enge von mir abgefallen war.


Loslassen beginnt vor dem sichtbaren Neuanfang

Vielleicht kennst du diesen Moment:
Nicht wenn schon alles neu ist –
sondern wenn du spürst, dass du nicht mehr festhalten musst.

Wir halten oft an Rollen, Erwartungen oder Routinen fest,
weil sie vertraut sind.
Selbst wenn sie uns erschöpfen.
Das Alte kennt uns.

Loslassen dagegen öffnet einen Raum, den wir nicht kontrollieren können.

Und doch beginnt Freiheit genau dort.
Im inneren „Ich lasse los“.
In der Entscheidung – nicht im Ergebnis.

An dieser Kreuzung wusste ich:
Ich muss nicht wissen, wohin ich gehe, um meinen Weg zu gehen.


Fragen für deinen eigenen Lebensumbruch

  • Was halte ich fest, nur weil es vertraut ist?
  • Welche Entscheidung würde ich treffen, wenn ich mir wieder vertraue?
  • Welche kleine Bewegung fühlt sich heute wie ein Schritt in meine Richtung an?

Loslassen ist selten laut.
Es beginnt leise – mit einem Atemzug.

Loslassen schafft Raum – doch was danach kommt, ist zu lernen, sich selbst zu wählen.
Ein Neuanfang in Selbsttreue

Dein Takeaway:
Freiheit beginnt nicht mit einem neuen Weg.
Sondern mit der Entscheidung, nicht länger gegen dich selbst zu gehen.

Und wenn dich solche Gedanken begleiten dürfen,
findest du hier meinen Newsletter „Die Words & Soul Post“

4 Kommentare zu „Loslassen im Lebensumbruch“

  1. Liebe Heike,
    ich bin immer wieder ergriffen, mit welcher Natürlichkeit und Feinfühligkeit du selbst elementare und zugleich sensible Themen näher bringst.
    Danke, dafür!

    1. Liebe Tanja, dein Kommentar hat mich wirklich berührt – danke, dass du dir die Zeit genommen hast, mir das zu schreiben.
      Es bedeutet mir sehr viel zu wissen, dass die Themen so ankommen, wie ich sie meine: nah, aber nicht schwer.
      Von Herz zu Herz. 🤍

    1. Stimmt, liebe Annette.
      Auch das ist Training, nicht wahr? Und so wie der Muskel sich an neue Bewegungen und Gewichte gewöhnt, immer stärker wird und Übungen besser ausführen kann, so fällt uns eine neue Routine immer leichter, je öfter wir sie anwenden. Und wenn wir dann merken, wie gut uns das tut, fällt es noch leichter.
      Liebe Grüsse, Heike

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