
die leise Phase vor dem Neuanfang
Es passierte nach einem dieser Telefonate,
die seit einiger Zeit eine neue Schwere in sich trugen.
Mein Vater wich Klärung aus.
Eine vertraute Dynamik aus Distanz und Abbruch.
Und ich hoffte wieder.
Setzte wieder an.
Versuchte, etwas zu halten, das mich mehr kostete als es gab.
Er legte auf. Ohne ein Wort.
Mein Körper reagierte schneller als mein Kopf.
Druck in der Brust. Zittern. Tränen.
Und dann spürte ich diesen Satz in mir:
„So darf niemand mit mir umgehen.“
Danach wurde es still.
Nicht die Stille nach einem Streit –
sondern eine, in der sich etwas ordnet.
Ich wusste: Nichts wird sein wie vorher.
Nicht, weil ich etwas beschlossen hatte.
Sondern weil ich aufgehört hatte,
gegen mich selbst zu kämpfen.
Die Zwischenphase ist kein Stillstand
Die Zeit danach war diffus.
Zwischen Loyalität und Klarheit.
Zwischen „Es ist doch Familie“ und „Und wo bleibe ich?“
Ich reagierte nicht sofort.
Ich ging in den Wald.
Atmete.
Schrieb.
Wartete.
Heute weiß ich:
Diese Phase war kein Stillstand.
Sie war Vorbereitung.
Was sich leer anfühlt, ordnet oft im Hintergrund.
Was sich schwach anfühlt, ist manchmal ein erstes Aufrichten.
Selbsttreue beginnt nicht mit einem großen Schritt.
Sondern mit einer inneren Grenze.
Mehr Gedanken dazu findest du auch in meinem Artikel über Neuanfang in Selbsttreue
Impulse für deine Zwischenzeit
- Beobachte, bevor du entscheidest.
- Frage dich: Frieden im Außen – oder Frieden in mir?
- Höre auf deinen Körper. Er weiß oft früher Bescheid.
Dein Takeaway:
Wenn sich etwas leer anfühlt, bedeutet das nicht Scheitern.
Es kann der Moment sein, in dem sich dein inneres Fundament neu ausrichtet.
Wenn du dich zwischen Ende und Anfang wiederfindest, begleite ich dich auch in meinem Newsletter „Die Words & Soul Post“

Das hast du schön geschrieben liebe Heike…ja so ist es ..wir entwickeln uns weiter besonders in schwierigen Momenten und besonders wenn wir es zulassen..
Wenn es mir manchmal schwer ist.. lasse ich es zu für eine gewisse Zeit und dann brauche ich aber auch wieder dieses..los jetzt.. Kopf hoch.. lächeln.. weiter geht’s
Liebe Annette, vielen Dank. Ich glaube, du hast einen wichtigen Punkt angesprochen: Wir dürfen alle Emotionen zulassen. Auch die schweren. Solange wir uns hierfür ein „gesundes“ Zeitlimit setzen und anschliessend wieder aus der Schwere finden.
Ich empfinde es als Segen, die ganze Breite der Emotionen empfinden zu können – und ein grossartiges Geschenk, wenn man die Fähigkeit besitzt, sich selbst immer wieder zu motivieren.
Wie sagst du so schön? Kopf hoch, sich kräftig schütteln (um alles negative abzuschütteln), dein wunderbares Lächeln nicht vergessen und weiter geht’s!
Herzliche Grüsse, Deine Heike